MX Record zeigt auf CNAME, keine gute Idee…

Neulich bin ich bei einem Kunden auf ein Problem gestoßen, dass mich fast in den Wahnsinn getrieben hat. Der Client konnte keine Emails zu einem bestimmten Kunden verschicken und erhielt jedes Mal einen Unzustellbarkeitsbericht.

Ihre Nachricht hat einige oder alle Empfänger nicht erreicht.
      
Folgende(r) Empfänger kann/können nicht erreicht werden:
     
            503 Bad sequence of commands

Der Fehler 503 weist eigentlich auf eine falsche Befehlsreihenfolge des SMTP hin; manchmal durch Antivirensoftware auf dem Mailserver verursacht oder durch falsche Konfiguration des Konnektors.

In diesem Fall lag es allerdings daran, dass der Empfänger eine MX-Record hatte, der auf einen CNAME (Alias) zeigte; nicht RFC-konform. Der CNAME wiederum zeigte auf einen dyndns.

Die Meldung 503 Bad sequence of commands ist seitens des Provider etwas irreführen. Weitere Informationen findet Ihr unter https://hilfe-center.1und1.de/hosting/e-mail-und-office-c10082645/weitere-e-mail-clients-c10082707/fehlermeldung-domain-has-no-valid-mail-exchangers-a10794311.html.

Dem Empänger wurde nun telefonisch mitgeteilt, dass er seinen MX-Record entsprechend anpassen muss.

Allgemein ist die Konstellation MX-Record mit dynamischer Adresse nicht ratsam. Dazu gibt es gute Gründe. Zum einen kann der dynamische Name schnell verloren gehen, gerade bei diesen kostenfreien Anbietern.

Zum anderen trennen viele Provider die Verbindung kurzzeitig nach 24 Stunden. Nachrichten müssen dann erneut zugesendet werden, die während der Unterbrechung übermittelt wurden. Zudem kann die vorherige öffentliche Adresse nach der Trennung einem anderen Providerkunden zugeordnet sein. Aufgrund von DNS-Caching kann es dann durchaus dazu kommen, dass Emails an einen falschen Mailserver zugestellt werden.

Aber noch viel gravierender ist der Missstand, dass dynamische, öffentlich Adressen häufig auf Blacklisten zu finden sind. Ändert sich also die eigene öffentliche Adresse täglich, fängt man mit der Distlistingprozedur von vorne an.

Thorsten Sult

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